Legenden des Jûdô:

Maeda Mitsuyo – der Vater des brasilianischen Jû-Jutsu

 

– verfasst von Matthias Golinski –

  

Maßgeblich durch die ‚Ultimate Fighting Championships' hat die kampferprobte Gracie-Familie ihrem Stil des brasilianischen Jû-Jutsu Mitte der Neunziger Jahre zu Weltruhm verholfen. Was dabei bis heute häufig vergessen wird ist, dass dieser Familienstil überwiegend von den Lehren des japanischen Jûdôka Maeda Mitsuyo abstammt. Von diesem beachtlichen Meister handelt der nachfolgende Artikel.

Maeda Mitsuyo wurde im November 1878 Hirosaki (Provinz Aomori) im Norden Honshûs (Japan) geboren. Bereits als Junge unterrichtete ihn sein Vater im Sumô, der japanischen Ringkunst. Eventuell übte er auch etwas Tenshin Shinyô Ryû Jû-Jutsu [1] . Als der die Hirosaki-Schule besuchte, soll er seine Fähigkeiten auch häufiger an seinen Mitschülern geübt haben, was schließlich zu dem Spitznamen „Sumô-Junge“ führte [2] .

1896, im Alter von achtzehn Jahren zog Maeda nach Tôkyô. Dort besuchte er die ‚Tôkyô Senmon Gakkô' (1902 in Waseda-Daigaku, Waseda-Univerität umbenannt) im Stadtteil Shinjuku. Dort kam er auch erstmal mit den Techniken des klassischen Jû-Jutsu in Kontakt. Am 6. Juni 1897 trat er dem 15 Jahre zuvor gegründeten Kôdôkan („Ort zum Studium des Weges“) bei. Dort unterrichtete Kanô Jigorô (1860-1938) seine Synthese verschiedener klassischer Jû-Jutsu-Techniken, welche später als Jûdô weltberühmt werden sollte [3] . Maeda wurde vorwiegend von der Jûdô-Legende und dem späteren Lehrer von Mifune Kyuzo (1883-1965, 10. Dan), Yokoyama Sakujirô (1864 - 1914), unterrichtet [4] .

 

Maeda Mitsuyo

 

Mit seinen 164 cm Körpergröße und 68 Kilo kam Maeda Kanôs Kampfkunstauffassung ausgesprochen entgegen, basierte diese doch vollständig auf dem Prinzip des „Seiryoku Zenyô“ (höchst wirksamer Gebrauch der Energie). Maeda trainierte ehrgeizig und nahm am 1. Weihnachtstag 1898 erstmals an dem monatlichen Vereins-Wettkampf teil. Dort besiegte er auf beeindruckende Weise 15 Gegner in folge und bekam daraufhin den Shodan (Schwarzgurt) verliehen [5] .

1901 erhielt er den Sandan (3. Dan) verliehen und wurde daraufhin Jûdô-Ausbilder an der ‚Tôkyô Senmon Gakkô' und der ‚Gakushûin-Universität' (Gakushûin-Daigaku). Maeda entwickelte sich schnell zum vielversprechendsten Jûdôka des Kôdôkan [6] . Bereits 1904 erhielt er von Kanô den Yondan (4. Dan) verliehen und den Auftrag, Jûdô in den USA zu bewerben. Genauer gesagt sollte er den Ausbilder Tomita Tsunejirô (1865-1937) begleiten und diesen bei Vorführungen assistieren. Tomita war ein erfahrener Jûdô-Lehrer und eine wahre Legende des Kôdôkan. Er war 1882 der ersten Schüler des Kôdôkan und erhielt 1883 neben Saigô Shirô Kanôs erste Schwarzgurte. In den Anfangsjahren des Kôdôkan hatte er viele Herausforderungskämpfe gegen rivalisierende Jû-Jutsu-Schulen geschlagen und zählte in Japan neben Saigô, Yokoyama Sakujirô und Yamashita Yoshitsugu (1865-1935) zu den Shitennô, den vier Pfeilern des Kôdôkan [7] . Auch wenn er aufgrund seiner Größe kämpferisch nicht ganz mit den anderen dreien mithalten konnte, so erhielt er doch den meisten Unterricht durch Kanō selbst. Mit seinen knapp vierzig Jahren war Tomita ein erfahrener und technisch sehr versierter Lehrer. Außerdem sprach er fließend Englisch, [8] was ihn für diese Aufgabe zusätzlich qualifizierte.

Die Shitenno (v.l.): Yamashita, Yokoyama, Saigo, Tomita

Dem Wunsch ihres Lehrers folgend brachen die beiden bereits im November desselben Jahres von Yokohama aus auf und erreichte New York am 8. Dezember. Jûdô war zu dieser Zeit in den USA bereits ziemlich bekannt. War doch niemand geringerer als der 26. Präsident der USA Theodore Roosevelt, Jr. (18581919) selbst begeisterter Anhänger dieser Kunst [9] .

Im Januar 1905 gaben sie ihre erste Jûdôvorführung an der renommierten Militärakademie „West Point“ (auch ‚United States Military Academy', USMA) im Staat New York [10] . Bei der Vorführung demonstrierten Maeda und Tomita verschiedene Kata. Doch die praxisorientierten Militärs ließen sich von den gezeigten Techniken wenig beeindrucken und forderten stattdessen Vergleichskämpfe mit einigen ihrer Soldaten als Nachweis für die Effektivität des japanischen Systems. So trat Maeda gegen einen im Football und westlichen Ringen erfahrenen Amerikaner an. Der Kampf ging schnell auf den Boden und Maeda kontrollierte den Amerikaner in der ‚Guard'-Position (Do-Osae). Gleichzeitig drückte der Amerikaner Maedas Rücken auf den Boden, was im westlichen Ringen den Sieg bedeutete. Maeda war mit diesen Regeln allerdings nicht vertraut und erkämpfte sich einen Armhebel, welcher schließlich seinen Gegner zur Aufgabe zwang [11] .

Die Soldaten waren mit Maeda Sieg keinesfalls zufrieden und forderten einen Kampf von Tomita. Genau aus diesem Grund hatte Kanô ihm den jungen und kampfstarken Maeda zur Seite gestellt. Als japanischer Ehrenmann stellte sich Tomita der Herausforderung, nahm den Kampf eher widerwillig auf und warf seinen ersten Gegner. Den zweiten Kampf gegen den körperlich stark überlegenen und deutlich jüngeren Football-Spieler Charles Daly verlor er allerdings [12] .

Die beiden gaben daraaufhin noch eine Demonstration an der ‚Columbia University' und eröffneten im April 190 ein Jûdô-Dôjô am Broadway in New York City, wo sie allerdings überwiegend Japaner unterrichteten [13] . Wenig später brach Tomita in den Westen auf. Maeda hingegen unterrichtete zunächst halbtags an der renommierten ‚Princeton-University' in New Jersey [14] . Bei den dortigen Studenten hatte er allerdings mit seiner strikten japanischen Art des Unterrichts nur mäßigen Erfolg, was zu einer hohen Fluktuation seiner Schüler führte.

Maeda selbst war schon immer ein Freund des Sake (jap. Reiswein) und des Feierns gewesen [15] . Ebenso hat er Herausforderungen selten im Raum stehen lassen. Frustriert von der Entwicklung als Jûdôlehrer nahm Maeda schließlich an illegalen Herausforderungskämpfen teil [16] . Dies war ein gravierender Verstoß gegen die Regeln des Kôdôkan, welche ihren Mitgliedern die Teilnahme an derartigen Kämpfen strikt untersagten.

Seinen ersten Kampf dieser Art bestritt Maeda im Juli 1906 in Catskills, New York gegen John Piening, einen Ringer aus Brooklyn, den alle nur „Metzger“ nannten [17] . Piening war mit über 180 cm und 85 Kg deutlich größer und schwerer. Trotzdem besiegte Maeda den Ringer und legte damit den Grundstein für seine Karriere als Preiskämpfer.

Nach zahlreichen weiteren Auseinandersetzungen reiste Maeda im Februar 1907 nach Großbritannien und wohnte dort bei Ono Akitarô, einem Jûdô-Yondan und Profiwrestler [18] . In der folgenden Zeit unterrichtete Maeda an der Universität von Cambridge und am Marinestützpunkt in Whale Island [19] . Außerdem trieb er seine Catch-Karriere weiter voran und bestritt einige Turniere. So nahm er Anfang Februar 1908 am internationalen „Alhambra Tournament“ im Londoner ‚Alhambra-Theater' teil. Die Veranstaltung war eines der größten Freistil-Ring(Catch-as-Catch-can)-Turniere des Kontinents und zog zahlreiche internationale Größen, wie etwa Peter Götz (1887-1944) aus Deutschland, an. Maeda startete dort zunächst im Mittelgewicht (bis 76,2 Kg) und verlor dort bereits in der ersten Runde klar gegen Henry Irslinger (1888-1954) aus Österreich. Neu motiviert durch diese Niederlage trat er daraufhin auch im Schwergewicht an und wurde dort erst im Finale durch Jimmy Esson aus Aberdeen, Schottland besiegt [20] . Im März des selben Jahres soll Maeda abermals gegen Irslinger angetreten sein und ihn in einem herausragenden Kampf besiegt haben [21] .

 

Jimmy Esson (l.) und Henry Irslinger

Maeda mit einigen Schülern in Brasilien

Ebenso soll er auch von einem russischen Ring-Champion gehört haben, der das Ringen als dem Jûdô überlegen anpries. Maeda forderte ihn daraufhin direkt heraus, musste sich aber mit einigen Ausflüchten zufrieden geben [22] . Im Juni 1908 reiste er dann zuerst nach Belgien und kurz darauf über England zusammen mit Ono weiter nach Spanien. Dort soll er auch seinen bekannten Kampfnamen „Conde Koma“ (auch ‚Count Koma' oder ‚Graf Koma') angenommen haben [23] . Da Maeda häufig finanzielle Schwierigkeiten hatte und mittlerweile mit den Schaukämpfen seinen Lebensunterhalt bestritt, wählte er das japanische Verb „komaru“ (Schwierigkeiten/Probleme/Sorgen haben) [24] . Wohl auf Anraten eines spanischen Bekannten fügte er später „Conde“ (span.: Graf) hinzu. Maeda reiste daraufhin nach Italien und Frankreich und im Dezember 1908 nach New York zurück [25] . Doch bereits nach kurzem Aufenthalt verließ er Amerika in Richtung Kuba. In Havanna gab Maeda zusammen mit Satake Shinshiro, einem weiteren Yondan, zahlreiche erfolgreiche Jûdô-Demonstrationen [26] . In den ersten sieben Monaten in Kuba soll Maeda insgesamt 400 öffentliche Vorführungen abgehalten haben [27] . Beflügelt von ihrem Erfolg reisten sie daraufhin im Juli 1909 nach Mexiko. Aufgrund der politisch instabilen Lage kehrten sie allerdings bereits ein Jahr später nach Havanna zurück [28] .

Dort forderte Maeda zunächst öffentlich Frank Alvin Gotch (1878-1917), den damaligen Wrestling-Weltmeister und später auch den seinerzeit amtierenden Box-Schwergewichtsweltmeister John Arthur „Jack“ Johnson (1878-1946) heraus. Beide Herausforderungen blieben verständlicherweise unbeantwortet [29] .

Durch die guten Verdienstmöglichkeiten in Kuba angelockt kamen mit der Zeit auch andere Jûdôka nach Havanna, wie etwa Ono Akitarô in 1911 und Itô Tokugoro (1880-1939)in 1912 [30] . Die vier Männer bildeten von da ein eine Art ‚Jûdô-Wanderzirkus' und wurden schnell als die „Vier Könige von Kuba“ bekannt [31] . Maeda graduierte am 8. Januar 1912 zum Godan (5. Dan) und führte damit vom technischen Stand her das Team an. Ebenso nahm die japanische Presse von den Erfolgen und den stetigen Bemühungen der vier Jûdôka Notiz und bedachte sie wohlwollend mit einigen Artikeln.

In den folgenden beiden Jahren reiste das Quartett durch weite Teile Zentral- und Südamerikas und gab Jûdôvorführungen [32] . Nach einer Vorführung in El Salvador wurde Maeda sogar von Staatspräsident Manuel Enrique Araujo (1865-1913) persönlich als Ausbilder der Armee engagiert [33] . Da der reformfreudige Araujo allerdings am 9. Februar 1913 einem Attentat zum Opfer viel, wurde nicht viel aus der Vereinbarung und Maeda verließ mit der Gruppe das Land. Um 1914 erreichte Maeda Brasilien. [34] Dort kämpfte er nachweislich in Rio de Janeiro, São Paulo, Salvador, Recife, São Luís, Belém und Manaus [35] . In Manaus richtete er außerdem vom 4. bis zum 8. Januar 1916 ein Ringturnier aus, welches Satake Shinjiro gewann [36] . Am Tag drauf trennten sich auch die die „Vier Könige“ und Maeda blieb wahrscheinlich in Brasilien [37] .

1917 erhielt Maeda eine Arbeit im „American Circus“ der Queirolo Brüder [38] . Dort traf er wahrscheinlich den Geschäftsmann und Box-Manager Gastão Gracie [39] . Um die Jahreswende 1919/20 soll Maeda dann begonnen haben, Gastãos 17-jährigen Sohn Carlos im Jûjutsu zu unterrichten. [40] 1925 eröffnete Carlos Gracie dann seine eigene Jûjutsu-Schule in Rio de Janeiro. Während dieser Zeit soll Maeda mit einer Europäerin namens May Iris verheiratet gewesen sein und eine Tochter gehabt haben. Beide starben allerdings wenig später an Malaria. [41] 1929 bekam Maeda vom Kōdōkan den Rokkudan (6. Dan) verliehen. Trotz dieser Auszeichnung blieb er allerdings in Brasilien und wurde 1931 sogar brasilianischer Staatsbürger. [42] Maeda verstarb am 28. November 1941 im Alter von 63 Jahren an Nierenversagen. Sein Grab befindet sich auf dem Santa Isabel Friedhof in Belem, Para [43] . Die Urkunde des Kōdōkan zum Shichidan (7. Dan) wurde auf den 27. November 1941 datiert und traf somit erst nach Maedas Tod in Brasilien ein. [44]

 

Maedas Einfluss auf das Gracie Jûjutsu

Hélio Gracie beteuert stets, dass Maeda seinem Bruder klassisch-japanisches Jûjutsu und keineswegs Kanôs Kôdôkan Jûdô unterrichtete [45] . Bedenkt man, dass Maeda seine Kampfmethode selbst auch als Jûjutsu bezeichnete, erscheint dies auf den ersten Blick durchaus plausibel. Allerdings ist zu bedenken, dass Maeda kaum andere Jûjutsu-Stile intensiv kennen gelernt hat. Die Bezeichnung „Jûdô“ als Abgrenzung für Kanôs Lehrmethode war seinerzeit relativ neu und außerhalb Japans keineswegs verbreitet. Ferner wurden sie damals sowohl im japanischen Alltag, als auch im japanischen Erziehungsministerium häufig verwechselt, oder synonym gebraucht [46] . So nannten etwa Hancock/Higashi ihr 1905 erschienenes Werk „The complete Kano Jiu-Jitsu (Judo)“ [47] . Auf dieses Werk geht vermutlich auch die noch heute häufig verwendete falsche Umschrift „Jiu-Jitsu“ der japanischen Kanji 柔術 zurück.

Hélio Gracie gibt außerdem an, dass er diverse Änderungen an Maedas Kampfsystem durchgeführt habe, da Maedas kraftbetonte Techniken für ihn nicht geeignet gewesen wären [48] . Mit einer Größe von 164 cm und 68 Kg dürfte Maeda allerdings keineswegs außerordentlich kräftig gewesen sein. Denkbarer ist eher, dass Maeda Carlos nicht das komplette System zeigt oder zeigen konnte. So sagt Maeda selbst etwa: „Wir sollten wieder das Training mit Schlägen beginnen. Als 1. Dan, also nach 3-4 Jahren sollte ein Jûdôka üben, mit Fäusten und Füßen zu stoßen“ [49] . Hélio Gracie gibt allerdings an, dass Maeda keine Schläge unterrichtete [50] . Kann daraus gefolgert werden, dass Carlos Gracie selbst kein Shodan-Level erreicht hat? Dies könnte auch den Einwand von Hélio Gracie, wonach die Techniken sehr auf Kraft basiert hätten erklären. Da Hélio selbst nicht bei Maeda trainierte, basierten vielleicht eher Carlos' Techniken (noch) zu sehr auf Kraft und Hélio schloss davon ausgehend fälschlicherweise auf Maeda.  

Zweifellos ist im „Gracie Jûjutsu“ im Gegensatz zum Kôdôkan Jûdô eine deutlich stärkere Orientierung auf die Bodenkampftechniken (Ne-Waza) zu erkennen. Dieser Umstand lässt sich vorrangig mit dem unterschiedlichen Kampfreglement des Kôdokan und des Vale Tudo erklären. Während im Jûdô um Punkte gekämpft wird und ein sauberer Wurf alleine den Sieg bedeuten kann, ist im Vale Tudo die Aufgabe des Gegners das Kampfziel. Eine Unterbrechung durch den Schiedsrichter mit der Aufforderung in den Standkampf zurückzukehren erfolgt dabei i.d.R. nicht. Somit wird der überwiegende Teil der Kämpfe am Boden zugebracht. Folglich überrascht es nicht, dass derartige Techniken verstärkt trainiert werden. 

Maeda (r.) setzt einen Armhebel an

Carlos Gracie

 

 

In Anbetracht dieser Fakten liegt die Vermutung nahe, dass Maeda im Kern ein, durch seine Catch-Erfahrungen ergänztes, Kôdôkan Jûdô unterrichtet hat. Die auffallenden Unterschiede des Gracie Jū-Jutsu zum modernen Jûdô, wie etwa fehlende Bein- oder Genickhebel, liegen dabei überwiegend in der Entwicklung des Jûdô begründet. Der Einfluss der Gracie-Familie auf den Technikbereich dürfte hingegen nicht übermäßig gewesen sein.

 

 

Endnoten


[1] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 64.

[2] Vgl. Werneck/Inagaki (2005a).

[3] Kanô erhielt selbst das Menkyo Kaiden, die traditionelle Lehrerlaubnis im Tenshin-Shinyo-Ryu Jutsu und im Kito-Ryu Jutsu.

[4] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 64.

[5] Vgl. Werneck/Inagaki (2005a).

[6] Vgl. Wang (1996).

[7] Der Begriff “Shitennô” wird häufig wörtlich als “vier Götter“ oder „vier himmlische Herren“ übersetzt. Im japanischen Sprachgebrauch wird es allerdings eher im Sinne der „großartigen vier“ oder der „glorreichen vier“ verwendet. Zu den diversen Herausforderungen und Vergleichkämpfen vgl. vertiefend Muramoto (2003).

[8] Vgl. Kossayu Massao in Virgílio (2002), S. 22-25.

[9] Roosevelt trainierte im März und April 1904 jeweils drei Nachmittage pro Woche mit Professor Yamashita Yoshitsugu. Vgl. ausführlich Svinth (2003).

[10] Vgl. Werneck/Inagaki (2005a).

[11] Vgl. Wang (1996).

[12] Vgl. Wang (1996) und Green/Svinth (2003), S. 65.

[13] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 65.

[14] Vgl. Wang (1996).

[15] Vgl. Werneck/Inagaki (2005a).

[16] Vgl. Wang (1996).

[17] Vgl. Wang (1996) und Svinth (2003), S. 65.

[18] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 65.

[19] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 65.

[21] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 65 mit Verweis auf „Health and Strength“, 14. März 1908, S. 257.

[22] Vgl. Wang (1996).

[23] Vgl. Wang (1996) und Green/Svinth (2003), S. 66.

[24] Vgl. Wang (1996). Der Spitzname stammt also nicht, wie oft behauptet, von seiner besonderen Würgetechnik mit der er seine Gegner bewusstlos (‚ins Koma') würgte, ab. Maeda gibt in einem europäischen Magazin an, dass ihm der Name von einem einflussreichen spanischen Fan gegeben wurde. Vgl. Virgílio (2002), S. 57.

[25] Vgl. Svinth (2006).

[26] Vgl. Svinth (2006).

[27] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 66.

[28] Vgl. Svinth (2006).

[29] Vgl. Green/Svinth (2003), S: 66.

[30] Vgl. Svinth (2006).

[31] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 66 und Svinth (2006).

[32] Vgl. Corcoran/Farkas/Sobel (1993), S. 213. Maeda wird dort als Media Eisei aufgeführt.

[33] Vgl. Svinth (2006).

[34] Entgegen zahlreicher Behauptungen war er allerdings nachweislich nicht der erste Jûdôka dort. Miura, ein junger Immigrant hatte Brasilien bereits 1908 mit der „Kasato Maru“ erreicht. Vgl. Green/Svinth (2003), S. 67.

[35] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 67.

[36] Maeda nahm Aufgrund seiner Ausrichterfunktion selbst nicht teil. Vgl. Green/Svinth (2003), S. 67 und Barbosa de Medeiros (2002).

[37] Vgl. Svinth (2006). Augenzeugenberichten zufolge soll Maeda zusammen mit Shimitsu nach Liverpool aufgebrochen sein und erst ein Jahr später zurückgekehrt sein. Vgl. Barbosa de Medeiros (2002). In London ist seine Einreise allerdings nicht dokumentiert. Vgl. Green/Svinth (2003), S. 67. Auch ansonsten ist nicht ersichtlich, welche Anreize Maeda zu diesem Zeitpunkt für eine solche Reise gehabt haben soll.

[38] Vgl. Barbosa de Medeiros (2002).

[39] Gracie managte zu dieser Zeit Alfredi Le conti, einen italienischen Boxer, welcher ebenfalls in dem Zirkus tätig war. Vgl. Barbosa de Medeiros (2002) und Green/Svinth (2003), S. 67.

[40] Vgl. Gren/Svinth (2003), S. 67. Laut Hélio Gracie soll Carlos sein Studium direkt nach Maedas Ankunft in Brasilien 1914 begonnen haben. Vgl. Hélio Gracie in Nishi (2003).

[41] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 68.

[42] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 69.

[43] Vgl. Werneck/Inagaki (2005b).

[44] Vgl. Green/Svinth (2003), S. 69.

[45] Vgl. Hélio Gracie in Nishi (2002).

[46] Vgl. Niehaus (2003), S. 215.

[47] Vgl. Hancock/Higashi (1906).

[48] Vgl. Hélio Gracie in Nishi (2003). Vgl. auch http://www.gracieacademy.com/helio_gracie.html

[49] Zitiert nach Kenji Tokitsu, in: o.V. (2000).

[50] Vgl. Hélio Gracie in Nishi (2003).

 

 

 

 

Bibliographie

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Corcoran, John/ Farkas, Emil/ Sobel, Stuart (1993): The Original Martial Arts Encyclopedia: Tradition – History – Pioneers, Los Angeles 1993.

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Werneck, Rafael/ Inagaki, Shu (2005a): Count Koma – The Last Samurai, Graciemag.com, 10.11.2005.

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© Matthias Golinski, 2008
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Erstveröffentlichung: 15. September 2008

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